EKG & Blutdruckdiagnostik

Ruhe-EKG

Das Ruhe-EKG zeichnet die bei der Herztätigkeit entstehenden elektrischen Impulse auf. Aus dieser Aufzeichnung lassen sich sowohl Herzrhythmusstörungen als auch eine Schädigung am Herzmuskel (z. Bsp. Herzinfarkt) ableiten.

Bei Auffälligkeiten im Ruhe-EKG oder auch Herzbeschwerden können in unserer Praxis weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Belastungs-EKG (Ergometrie)

Das EKG kann auch während und nach einer definierten körperlichen Belastung (Fahrrad-Ergometrie) abgeleitet werden. Diese Untersuchung erlaubt den Nachweis einer Durchblutungsstörung am Herzmuskel wie sie bei einer Herzkranzgefäßverengung vorkommt, die Erfassung von Herzrhythmusstörungen unter und nach körperlicher Belastung, die Beurteilung des Blutdruck- und Herzfrequenzverhaltens sowie der Leistungsfähigkeit.

Während und nach der Belastung wird nicht nur das EKG sondern auch der Blutdruck und die Sauerstoffsättigung abgeleitet.

Die Sensitivität (richtig positive Rate eines Tests) ist um so größer, je höher die ergometrische Belastung ist und damit einhergehend die Herzfrequenz, die altersabhängig ermittelt wird.

Vor Durchführung eines Belastungs-EKGs müssen unter Umständen bestimmte Medikamente abgesetzt werden, um eine Verfälschung des Ergebnisses zu vermeiden.

Langzeit-EKG

Beim Langzeit-EKG trägt der Patient durchgehend je nach Erkrankung bis zu sieben Tage ein sehr kleines EKG, welches die bei der Herztätigkeit entstehenden elektrischen Impulse aufnimmt und speichert.

Die Durchführung eines Langzeit-EKGs ist sinnvoll, um Herzrhythmusstörungen aber auch durch Minderdurchblutung des Herzmuskels bedingte EKG-Veränderungen unter den üblichen täglichen Belastungen nachzuweisen bzw. auszuschließen.

Auch kann mittels eines Langzeit-EKGs der Therapieerfolg nach Behandlung (medikamentös oder mittels eines Herzschrittmachers) einer Herzrhythmusstörung überprüft werden.

 

Blutdruckdiagnostik

 

Bluthochdruck

Beim Bluthochdruck sind die Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch. Von einem Bluthochdruck wird gesprochen, ab einem Blutdruckwert von 140/90 mmHg. In 90% aller Fälle von Bluthochdruck ist eine organische Ursache unbekannt.

Ein erhöhter Blutdruck schädigt im Verlauf lebenswichtige Organe wie das Herz, die Nieren, das Gehirn und die Gefäße. Dabei kann es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen kommen (u.a. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen).

Da Beschwerden über eine längere Zeit fehlen können, ist es wichtig den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren, um zeitnah einen Bluthochdruck zu erkennen und eine angemessene Behandlung beginnen zu können.

Dabei spielt nicht nur die medikamentöse Therapie sondern auch allgemeine Maßnahmen wie z. Bsp. Gewichtsnormalisierung, Anpassung der Ernährung und der Lebensweise eine entscheidende Rolle für den Therapieerfolg.

Weitere Informationen finden Sie bei Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®

24 Stunden Blutdruckmessung

Bei der Langzeitblutdruckmessung (ABDM = ambulante Blutdruckmessung) trägt der Patient durchgehend über 24 Stunden eine Blutdruckmanschette, die sich in festgelegten Abständen automatisch aufpumpt und den Blutdruck misst. Diese Werte werden in einem tragbaren Aufzeichnungsgerät dokumentiert und können dann in der Praxis ausgelesen werden.

Die Vorteile einer Langzeitblutdruckmessung sind u.a. die Aufdeckung eines gestörten Tag-/Nachtrhythmus (z. Bsp. fehlende Absenkung des Blutdruckes in der Nacht) und eines Bluthochdruckes, der nur in der Praxis auftritt („Weißkittel-Effekt“). Auch kann durch die ABDM eine Therapieüberwachung stattfinden und somit ein Über- oder Unterdosieren von Blutdruckmedikamenten vermieden werden.